Vorstellung der Jagdhunderassen

Vorstellung der Jagdhunderassen für die Jungjägerkurse der
Kreisjägerschaften Bonn und Euskirchen
Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich am 2. April die Jagdscheinanwärter
der laufenden Kurse der Kreisjägerschaften Bonn und Euskirchen
an der Tomburg in der Nähe von Rheinbach.
Wie jedes Jahr um diese Zeit stellten Vertreter des
Jagdgebrauchshundevereins Euskirchen-Bonn e. V. die verschiedenen
Jagdhunderassen und deren spezifische Aufgaben und Fähigkeiten im
Jagdbetrieb vor.


Zunächst verfolgten die etwa achtzig interessierten Zuschauer eine
Wasserarbeit (Stöbern ohne Ente) und das anschließende Finden und
Apportieren einer versteckt auf einer Insel ausgelegten toten Ente. Freudig,
ja mit Begeisterung nahm Wero, ein brauner Deutsch-Drahthaar-Rüde auf
einmaligen Befehl seines Führers Patrick Dauben, das Wasser an, schwamm
stöbernd die Randbereiche des Weihers ab, nahm selbständig Witterung
auf, fand die tote Ente, griff sie und apportierte sie seinem Herrn. Wero hat
im vergangenen Herbst mit großem Erfolg die VGP
(Verbandsgebrauchsprüfung), die man auch die Meisterprüfung der
Vorstehhundrassen nennt, bestanden. Diese anspruchsvolle Prüfung geht
über zwei Tage, beinhaltet 34 Fächer in den Bereichen Wald, Feld, Wasser
und Gehorsam und wird nur von ungefähr zehn Prozent aller gewölften
Vorstehhunde absolviert. Etwa zwei bis drei Jahre außerordentlich zeitintensiver
täglicher Ausbildung bedarf es, um dieses Prüfungsziel zu
erreichen.
Das eingespielte Team demonstrierte noch weitere Disziplinen wie das
Bei-Fuß-Gehen, Leinenführigkeit, Ablegen auf Trillerpfiff (Down) und das
Buschieren.
Im Anschluss daran referierten Hubert Honecker, der Vorsitzende des JGV
EU-BN, Robert Fuhs und Thomas Siegmann über alle gängigen
Jagdhunderassen, ihre jeweilige Entstehungsgeschichte und deren vielfältige
Aufgaben in Feld, Wald und Wasser vor und nach dem Schuss. Franz
Bongartz, langjähriger Leiter der Schweißhundestation Kottenforst und
bekannter Nachsuchenprofi, erklärte anschaulich die anspruchsvollen
Aufgaben der Schweißhunde. Viele Hundeführer hatten ihre vierläufigen
Jagdhelfer mitgebracht, so dass das unterschiedliche Exterieur am Objekt
studiert werden konnte.